Flüsse der Serra do Cipó

Die immer wieder beschworene Vielfalt der Natur, ihre hohe Biodiversität, zeigt sich ganz besonders an den Rändern der Flüsse, wo sie sich prall entfaltet. Hier zeigt sich die Natur als erhabener Gärtner und Landschaftsgestalter. Es ist als hätte an den Flussausläufern der Serra do Cipó Mutter Natur ihre Meisterprüfung abgelegt. Hier scheint sie – nach einem undurchdringlichen   Naturgesetz – auf kleinstem Raum so viele verschiedene und unverwechselbare Pflanzen und Pflanzenarten hervorzubringen wie eben möglich– An den Ufern der Flüsse finden Schmetterlinge, Kolibris und Libellen einen unerschöpflichen Lebensraum. In unermüdlicher Geschäftigkeit veredeln sie die Pracht der Szene mit flirrenden Farbtupfern.

Entlang mancher Flüsse haben sich undurchdringliche dschungelähnliche Wälder voller Lianen und anderer fremdartiger Gewächse gebildet. Der ruhige schattige Fluss mit seinen moosbewachsenen uralten Steinen ist hier der einzige Weg durch ihre verschlungenen Flure und naturbelassenen Hallen. Seltsame Töne, skurrile Baumformen, dunkle Moose, sich öffnende Höhlen und plötzlich durch die unsichtbaren Baumwipfel brechendes Licht sagen dem Reisenden, dass er sich hier an den Rändern  der Zivilisation befindet.